SCHWARZ-Außenwerbung
Außenwerbelexikon von A-Z
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MA 2010 Plakat:
Mit der Media Analyse Plakat (MA Plakat) werden für die Plakatstellenarten Großfläche, City-Light-Poster und Ganzsäule plakatspezifische Leistungswerte ausgewiesen. Als Basis dienen ca. 46.000 Interviews mit Personen, die zu ihren Wegen "außer Haus gestern" befragt werden.

In 3 Erhebungswellen werden mittels Face-to-face-Fragebögen die Daten erhoben. Dabei werden Reichweiten in % und Kontakte in Mio. für Vollbelegungen und ausgewählte Standardbelegungen ermittelt sowie eine Generalübersicht der Bevölkerung auf Basis der Personen erstellt. Ziel ist die Darstellung von zielgruppenspezifischen Schwerpunkten (Affinität) und Reichweiten sowie der intramediale Vergleich der Werbeträgerarten.

Derzeit erfolgt diese Erhebung in Feldversuchen nicht mehr allein mittels Befragungen, sondern wird durch eine zusätzliche elektronische Weiterentwicklung verbessert - die eMA Plakat. Repräsentativ ausgewählte Probanden werden hierzu sieben Tage lang mit GPS-Messgeräten ausgestattet, die alle zurückgelegten Wege aufzeichnen. So soll herausgefunden werden, wie sich Personen im Alltag verhalten und welche Wege sie gehen - kein Meter wird vergessen. Die gemessenen Wege werden dann mit den Standortpositionen der Werbeträger abgeglichen, wodurch Anzahl, Verteilung und Qualität der Werbeträgerkontakte ermittelt werden können.

Die eMA-Plakat ist das erste Mediaplanungstool, das die Mobilität der Bevölkerung zur methodischen Grundlage macht. So können die Reichweiten von Plakatkampagnen valide berechnet werden. Für Werbungtreibende und Agenturen ist dies ein Quantensprung in der Planung von Plakatkampagnen.

Zusätzlich werden Telefoninterviews (CATI) zur flächendeckenden Erfassung durchgeführt sowie Daten aus dem Frequenzatlas hinzugezogen. Es werden damit Rückschlüsse auf die Attraktivität eines Standortes gezogen, wobei alle Werbeträgerarten auch differenziert betrachtet werden können. Als Ergebnis werden die Daten der Probanden auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet und somit die Kontaktchancen der jeweiligen Zielgruppen ermittelt.

Durch die neue Erhebungsmethodik sind die Daten so exakt wie nie zuvor.
  
MA/Mediaanalyse:
Untersuchung, die Informationen sowohl zum Konsumverhalten, als auch zur Mediennutzung erhebt.   
Makulatur:
Ist ein Plakat kleiner als die Werbefläche, wird der restliche Raum mit weißem oder farbigen Plakatpapier, der Makulatur, abgedeckt.   
Markenbekanntheit:
Hier wird nach aktiver und passiver Markenbekanntheit unterschieden. Die Ermittlung des Bekanntheitsgrades eines Produktes, einer Person oder Firma ohne Gedächtnishilfen läuft unter aktivem Bekanntheitsgrad - auch ungestützter Bekanntheitsgrad (unaided recall) genannt. Beim passiven Bekanntheitsgrad eines Produktes - auch gestützter Bekanntheitsgrad (aided recall) genannt - erfolgt die Ermittlung mit Hilfe von Gedächtnisstützen.   
Markenbewusstsein:
Wirkung und Charakter einer Marke auf deren Zielgruppe. Entscheidend ist die bewusste stimmige Einordnung der Bedeutungsinhalte von Namen, Zeichen und Produkt.   
Markenverwender:
Konsumenten einer bestimmten Produktgruppe, die sich beim Kaufentscheid ausschließlich von Markentreue leiten lassen.   
Marketing:
Die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Ausrichtung wirtschaftlicher Unternehmungen auf die Erfordernisse des Absatzmarktes (z. Bsp. Marktforschung, Absatz- und Preispolitik). Ausgangspunkt sind die Bedürfnisse und Wünsche der Verbraucher. Die Unternehmen sehen ihre Aufgabe in der weitgehenden Bedürfnisbefriedigung.   
Marktanalyse:
Bezeichnung für die Untersuchung eines bestimmten Marktes durch die Methoden der Marktforschung.   
Marktanteil:
Anteil der eigenen Marke oder Firma an der mengen- oder wertmäßigen Gesamtheit der Branche.   
Marktforschung:
Bezeichnet die Techniken und Bemühungen, einen Markt einmalig oder kontinuierlich transparent zu machen.   
Massenmedium:
Dies sind Medien mit einer maximalen Reichweite. Laut Meinungsumfragen genießt die Außenwerbung in der Bevölkerung unter den Massenmedien einen besonders hohen Sympathiewert. Auch massiver Werbedruck, wirksame Kontaktwiederholungen und eine attraktive Zielgruppe mit überdurchschnittlichem Bildungs- und Einkommensniveau sprechen ergänzend für diese Werbeform. Weiterer Vorteil der Außenwerbung gegenüber anderen Medien: Sie ist allgegenwärtig, kann weder umgeblättert noch weggezappt werden, hat einen guten Unterhaltungswert und belebt das Stadtbild.   
Mastwerbung:
Kleinformatige Werbung an Lichtmasten.   
MDS:
Planungsinstrument von Mediaagenturen. Mobilitäts-, Zähl- und Analysetool zur Anwendung unter der gängigen Planerarbeitsebene auf Basis der Studie "Mobilität in Deutschland" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, die als Haushaltsvollbefragung von 50.000 Haushalten die größte Querschnittsuntersuchung zum Thema individueller Mobilität darstellt.   
Mediaagentur:
Agentur, deren Leistungsangebot in der Entwicklung und Durchführung der Mediaplanung, sowie des Mediaeinkaufs für ihre Kunden besteht.   
Mediaforschung:
Ermittlung von Planzahlen zur Verbreitung und Wirkung von Werbeträgern.   
Mediamix:
Als Media-Mix wird die Kombination verschiedener Mediengattungen bezeichnet, die zur Durchführung einer Werbestrategie eingesetzt werden. Der Anteil der Außenwerbung im Media-Mix beträgt derzeit 8 % (Stand Jahr 2017) der gesamten Werbeinvestitionen.   
Mediaplan:
Das Planen des sinnvollen Einsatzes von Werbeträgern (Medien) im Rahmen einer Kampagne. Im Mediaplan werden u.a. Reichweiten, Kontakte, GRPs und TKPs ausgewiesen.   
Mediastrategie:
Für eine sinnvolle Werbeträgerauswahl (Mediamix, Zeitraum der Kampagne, Verteilung des Werbedrucks) gebildeter Bedingungsrahmen unter Berücksichtigung der Marketing-Ziele (z. Bsp. Stellung im Markt), der Werbe-Ziele (z. Bsp. Wirkung auf den Verbraucher) und der Media-Ziele (z. Bsp. Erreichung einer Zielgruppe).   
Mega-Lights:
Sind hinterleuchtete Großflächen-Vitrinen. Mega-Lights oder auch City-Light-Boards genannt, sind eine hochwertige Ergänzung zur klassischen Großflächenwerbung und setzen Image-Highlights im Stadtbild. Die Plakate sind vor Witterungseinflüssen geschützt und durch die Beleuchtung rund um die Uhr präsent.   
MIA/Multi-Informationssystem der Außenwerbung:
Früheres PC-Selektionsprogramm mit digitalen Stadtplänen, auf denen alle Plakatwerbeträger eingezeichnet und einzeln auswählbar sind. Zu jeder Plakatstelle werden zusätzlich die Informationen des Standortbeschreibungsbogens sowie ggfls. weitere Qualitätsmerkmale der Stelle gespeichert und sind zur Selektion abrufbar.   
MiD unter MDS:
MDS (Mediaplanungs-Dialog-System) ist die Standardarbeitsoberfläche für Mediaplaner. MDS ist zukünftig verfügbar als Mobilitäts-, Zähl- und Analysetool zur Anwendung unter der gängigen Planerarbeitsebene auf Basis der Studie "Mobilität Deutschland" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnwesen, die als Haushaltsvollbefragung von 50.000 Haushalten die größte Querschnittsuntersuchung zum Thema individuelle Mobilität darstellt.   
MiD/Mobilität in Deutschland:
Grundlagenstudie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen zum Personenverkehr in Deutschland. Weitere Informationen unter www.infas.de/mid/.   
Mindestbelegung:
Beträgt im Plakatanschlag in der Regel eine Dekade (also 10 oder 11 Tage). Die Mindestbelegung bei City-Light-Postern beträgt 7 Tage.   
Mobilitätsforschung:
Erhebung von Verkehrs- und Passantenströmen.   
Monomediale Kontakte:
Nur in einem Medium erfolgt der Werbeeinsatz.   
Moskito(s):
Meist an Schaltkästen angebrachte Wechselrahmen, üblicherweise im Format DIN A1.   
Multimediale Kontakte:
Werbliche Ansprache des Zielgruppenpotentials über verschiedene Medien-Gattungen. Die durch den Mediamix erzielten multimedialen Kontakte erreichen nachweislich höhere Zuwachsraten bei den üblichen Werbewirkungsmaßnahmen als monomediale Kontakte.   
Mutterlitho:
Diese werden aus den Vorlagen für Plakate produziert. Nach dem herkömmlichen Produktionsverfahren werden von diesen seitenverkehrte Offsetfilme die Endfilme projiziert und für die Druckformherstellung verwendet. Mittlerweile beschleunigt die Direktprojektion vom Mutterlitho auf die Druckplatte diesen Vorgang erheblich. Das neuste Verfahren, der Digitaldruck, kommt sogar ohne Mutterlitho aus.